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„Alchimia est impuri separatio a substantia puriore“ |
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„Die Alchemie ist die Trennung des Unreinen von der reinsten Substanz“ |
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| Es wird erzählt, dass die Tabula Smaragdina in der Grotte gefunden worden sei, die Hermes als letzte Ruhestätte gedient habe, und das Hermes dort mit der Smaragdtafel in den Händen gelegen hätte. Auch wenn es sich bei diesem Gründertext nicht um die älteste bekannte Schrift handelt, sind die Alchemisten trotzdem der Ansicht, dass der Text das Werk der gesamten Natur und den Prozess enthält, der den Weg zum Stein der Weisen beschreibt. |
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| Die Smaragdtafel des Hermes Trismegistos, Vater der Philosophen |
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I. In Wahrheit, gewiss und ohne Zweifel: Das Untere ist gleich dem Oberen und das Obere gleich dem Unteren, zu wirken die Wunder eines Dinges.
II. Und so wie alle Dinge aus dem Einen und durch die Betrachtung eines einzigen hervorgegangen sind, so werden auch alle Dinge aus diesem Einen durch Abwandlung geboren.
III. Sein Vater ist die Sonne, seine Mutter ist der Mond und der Wind hat es in seinem Leibe getragen, die Erde ist seine Amme.
IV. Es ist der Vater aller Wunderwerke der ganzen Welt.
V. Seine Kraft ist vollkommen, wenn es in Erde verwandelt wird.
VI. Scheide die Erde vom Feuer und das Feine vom Groben sanft und mit größter Vorsicht.
VII. Es steigt von der Erde zum Himmel empor und kehrt von dort zur Erde zurück, um die Kraft des Oberen und des Unteren in sich aufzunehmen. So wirst Du die Herrlichkeit der ganzen Welt erlangen, alle Finsternis wird von Dir weichen.
VIII. Das ist die Kraft der Kräfte, die alles Feine überwindet und alles Grobe durchdringt.
IX. Also wurde die kleine Welt nach dem Vorbild der großen Welt erschaffen.
X. Daher und auf diese Weise werden wunderbare Anwendungen bewirkt.
XI. Und darum werde ich Hermes Trismegistos genannt, denn ich besitze die drei Teile der Weisheit der ganzen Welt.
XII. Vollendet ist, was ich vom Werk der Sonne gesagt habe. |
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| Die Smaragdtafel (Tabula Smaragdina) |
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| Der Stein der Weisen ist das Ergebnis eines komplexen chemischen Verfahrens. Der Alchemist muss zunächst die Prima Materia in den Tiefen der Erde finden und diese Urmaterie lösen, d. h. in Wasser umwandeln, um alles Überflüssige zu entfernen. Bei diesem Prozess handelt es sich um die Sublimation. Die aus den ersten Prozessen gewonnene Materie wird koaguliert und in eine zähflüssige Masse verwandelt. Dann erst lassen sich die einzelnen Stoffe voneinander trennen, um nur die reinsten unter ihnen zurückzubehalten, aus denen der Stein der Weisen bereitet wird. |
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| Der alchemistische Prozess ist in mehrere Stufen untergliedert, die im Wesentlichen drei verschiedenen Farben zugeordnet sind. |
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1- Schwarzes Werk oder Schwärzung, entspricht der Fäulnis zur Trennung von Geist und Körper und damit der Reinigung der getrennten Prinzipien.
2- Weißes Werk oder Weißung, aus dem ein weißer Stein hervorgeht, mit dem sich das Grundmetall in Silber transmutieren lässt.
3- Rotes Werk, Großes Werk oder Rotfärbung, sobald die Vollendung mit dem Gold bzw. dem Stein der Weisen erreicht ist. Diese Stufe wird mit dem Phönix symbolisiert, der verjüngt aus der Asche wiederentsteht. |
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| Neben diesen drei Prinzipien zur Transmutation des Urstoffes in den Stein der Weisen gibt es noch eine zweite Theorie, bei der Schwefel und Merkur zur Reinigung der 4 Elemente empfohlen wird. |
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| Smaragdtafel (Tabula Smaragdina) |
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Die Theorie von Schwefel und Merkur (gemäß der arabischen Tradition) |
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| Urmaterie |
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> Erde |
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> Sulphur |
> Feuer |
| > Sal |
> Quintessenz (Auszug aus den 4 gereinigten Elementen) |
| > Merkur |
> Wasser |
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> Luft |
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| Die Kraft des Steins der Weisen beruht auf der Perfektion seiner Zusammensetzung, die aus der harmonischen Proportion von Metallen und Grundelementen hervorgeht, der die Quintessenz, also das fünfte Element der Synthese, hinzugefügt wird. Mit dem Stein der Weisen lässt sich das Lebenselixir oder Trinkgold bereiten und die Transmutation von Metall in Gold durchführen. |
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Das Kybalion wurde von drei Eingeweihten aus den USA verfasst: William Walker Atkinson, Paul Foster Case und Mabel Collins. Es wurde im Jahr 1919 ins Deutsche übersetzt und bildet eine unverzichtbare Ergänzung zur Smaragdenen Tafel.
Dieses Buch beinhaltet die hermetische Lehre, wie sie über Jahrhunderte hinweg von Eingeweihtem zu Eingeweihtem mündlich weitergegeben wurde. „Kybalion“ bezeichnet diese Kette von Eingeweihten über Generationen hinweg. Das Wissen des Kybalions umfasst die Beziehungen zwischen Mensch und Natur. Die Ausübung des Kybalions macht den Eingeweihten zum “König des sichtbaren Universums“, weshalb das Kybalion auch als Königliche Kunst bezeichnet wird. Dort sind auch die Sieben hermetischen Axiome definiert, die Gesetze des Lebens, der Geistigkeit, des göttlichen Paradoxes, des Ganzen, der Analogie, der Schwingung, der Polarität, usw. |
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Die grundlegenden esoterischen und okkulten Lehren stammen also aus dem alten Ägypten. Sie haben das philosophische Gedankengut aller Nationen und Völker seit mehreren Tausend Jahren stark beeinflusst.
Und es verwundert nicht, dass sich die Wiege der verborgenen Weisheit und der mystischen Lehren sich in Ägypten, dem Land der Pyramiden und der Sphinx, befand. Alle Länder haben sich von seinen Geheimlehren inspirieren lassen. Indien, Persien, Chaldäa, Medea, China, Japan, Syrien, das alte Griechenland, Rom und die anderen Nationen der Antike – alle, die nach dem Wissen dieser Kulturlandschaft der Antike hungerten, bedienten sich freizügig am dem Festmahl der Erkenntnis, das die Hohepriester und Weisen aus dem Land der Isis für sie angerichtet hatten. |
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Die 7 durch das Kybalion überlieferten hermetischen „Axiome“ sind: |
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| 1. Das Prinzip der Geistigkeit [MENTALISM] |
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| „Das All ist Geist; das Universum ist geistig.“ |
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Dieses Prinzip beinhaltet: „Alles ist Geist.“ Es erläutert, dass das All, also die substantielle Realität, die sich in allen äußeren Erscheinungen manifestiert, die wir unter der Bezeichnung „Materielles Universum“, „Phänomene des Lebens“, „Materie“, „Energie“ kennen, eigentlich Geist ist – der selbst nicht erkannt und nicht definiert werden kann, aber den man sich als einen universellen, unendlichen, lebendigen Geist vorstellen kann.
Es erläutert weiterhin, dass die „Phänomene“ der Welt und des Universums nur Geistesschöpfungen des Alls sind, die den Gesetzen der geschaffenen Dinge unterliegen, dass das Universum sowohl als Ganzes als auch in seinen Teilen im Geist des Alls existiert, und dass wir in diesem Geist „leben, handeln und wir selbst sind“. Indem dieses Axiom die geistige Natur des Universums postuliert, liefert es die Erklärung für sämtliche geistige und psychische Phänomene, die große öffentliche Aufmerksamkeit erlangen, doch jeglicher wissenschaftlicher Erklärung trotzen und sonst unverständlich blieben. |
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| 2. Das Prinzip der Analogie [CORRESPONDENCE] |
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| „Wie oben, so unten; wie unten, so oben.“ |
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Dieses Prinzip beinhaltet, dass es eine Beziehung zwischen den Gesetzen und Phänomenen der unterschiedlichen Ebenen des Daseins und des Lebens gibt. Das alte hermetische Axiom fasst diese Wahrheit in die Worte: „Wie oben, so unten; wie unten, so oben.“ Wer dieses Prinzip versteht, vermag unverständliche Paradoxe aufzulösen und verborgene Geheimnisse der Natur zu lüften.
Es gibt Ebenen des Lebens, über die wir nichts wissen, doch wenn wir das Prinzip der Analogie auf sie anwenden, reicht unser Verständnis viel weiter als vorher. Das Prinzip manifestiert sich auf den verschiedenen Ebenen des materiellen, geistigen und spirituellen Universums; es ist also ein universelles Gesetz. |
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| 3. Das Prinzip der Schwingung [VIBRATION] |
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| „Nichts ruht; alles bewegt sich; alles schwingt.“ |
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Dieses Prinzip beinhaltet die Wahrheiten: „alles ist in Bewegung“, „alles schwingt“, „nichts befindet sich im Ruhezustand“, alles von der modernen Wissenschaft akzeptierte Tatsachen, die mit jeder neuen Entdeckung bestätigt werden. Die Weisen des alten Ägypten haben dieses hermetische Prinzip vor Tausenden von Jahren gefunden. Es erklärt die Unterschiede zwischen den Manifestationen der Materie, der Energie, der Seele und sogar des Geistes also Folge einer ungleichen Schwingungsverteilung. Alles schwingt, angefangen von dem All, das der Reine Geist ist, bis hin zu den alltäglichsten Erscheinungsformen der Materie; je stärker die Schwingung ist, desto höher ist die Stellung der Erscheinungsform auf der Stufenleiter des Daseins. Der Geist schwingt unendlich schnell, sodass er sich praktisch in Ruhe befindet, so wie ein Rad, das sich sehr schnell dreht, stillzustehen scheint. Am anderen Ende der Stufenleiter befinden sich die alltäglichen Erscheinungsformen der Materie. Deren Schwingungen sind so langsam, dass sie nicht wahrnehmbar sind. Zwischen diesen beiden entgegengesetzten Polen gibt es Millionen und Abermillionen von unterschiedlichen Schwingungsgraden.
Von den Elementarteilchen wie Elektronen über die Atome und Moleküle bis hin zu den Welten und Universen befindet sich alles in Bewegung, in Schwingung. Das gilt auch für die Energie und die Kraft, die nur unterschiedliche Schwingungsgrade darstellen; außerdem für die geistige Ebene, deren Schwingungen den Zustand bestimmen, und selbst für die spirituelle Ebene. |
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| 4. Das Prinzip der Polarität [POLARITY] |
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| „Alles ist zweifach; alles besitzt Pole; alles beinhaltet zwei Gegensätze; Gleich und Ungleich ist dasselbe; Gegensätze sind ihrer Natur nach identisch, nur im Grad verschieden; Extreme berühren sich; alle Wahrheiten sind nur Halbwahrheiten; alle Paradoxa können in Einklang gebracht werden.“ |
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Dieses Prinzip beinhaltet die Wahrheiten: „alles ist zweifach“, „alles besitzt zwei Pole“ ; „alles hat zwei Extreme“; Sätze, die alte hermetische Axiome sind. Sie erklären die alten Paradoxa, über die sich die Menschen seit jeher wundern: „These und Antithese sind ihrer Natur nach identisch, nur im Grad verschieden“; „Gegensätze sind ähnlich und unterscheiden sich nur im Grad“; „entgegengesetzte Pole können in Einklang kommen“; „Extreme berühren sich“; „alles existiert und existiert gleichzeitig nicht“; „alle Wahrheiten sind nur Halbwahrheiten“; „jede Wahrheit ist zur Hälfte falsch“; „Jede Sache besitzt zwei Seiten“, etc.
Das Prinzip der Polarität erklärt, dass alles zwei Pole besitzt, zwei entgegengesetzte Aspekte, und dass „Gegensätze“ eigentlich nur die durch Abstufungen verbundenen beiden Extreme derselben Sache sind. Zum Beispiel: Wärme und Kälte sind, obschon Gegensätze, eigentlich ein und dieselbe Sache; sie unterscheiden sich nur in ihrem Grad. Versuchen Sie an Ihrem Thermometer festzustellen, wo „warm“ endet und „kalt“ beginnt! Es gibt kein „absolutes Warm“ und kein „absolutes Kalt“, die beiden Begriffe „warm“ und „kalt“ geben einfach nur einen unterschiedlichen Grad derselben Sache an, und eben diese Sache, die sich als „warm“ und „kalt“ manifestiert, ist auch nur eine Form der Schwingung. So sind „warm“ und „kalt“ nur die „beiden Pole“ dessen, was wir „Wärme“ nennen, und ihre Begleiterscheinungen sind Manifestationen des Prinzips der Polarität. Dasselbe Prinzip gilt für „Licht“ und „Dunkelheit“, die eigentlich ein- und dieselbe Sache, doch graduell unterschiedlich weit von den beiden Polen des Phänomens entfernt sind. Wann endet die „Nacht“ und wann beginnt der „Tag“? Was ist der Unterschied zwischen „groß und klein“? Zwischen „einfach und schwierig“? Zwischen „weiß und schwarz“? Zwischen „scharf und stumpf“? Zwischen „ruhig und unruhig“? Zwischen „hoch und tief“? Zwischen „positiv und negativ“?
Das Axiom der Polarität erklärt diese Paradoxa so gut wie kein anderes. Auch auf geistiger Ebene kommt dieses Prinzip zum Tragen. Ein extremes, aber grundlegendes Beispiel ist das von „Hass und Liebe“, zwei auf den ersten Blick vollkommen unterschiedliche Gemütsverfassungen. Und dennoch gibt es Abstufungen von Hass und Liebe, und sogar emotionale Zwischenstufen: „Sympathie“ und „Antipathie“, die sich oft so stark überlagern, dass man nicht weiß, ob einem jemand sympathisch, unsympathisch oder gleichgültig ist. Diese gegensätzlichen Gefühle sind nur Abstufungen eines einzigen Gefühls.
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| 5. Das Prinzip des Rhythmus [RHYTHM] |
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| „Alles fließt ein und aus; alles dauert seine Zeit; alles wächst und verfällt; alles verläuft in einer Pendelbewegung; der Ausschlag des Pendels nach rechts ist ähnlich weit wie der Ausschlag des Pendels nach links; der Rhythmus ist gleichmäßig.“ |
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Dieses Prinzip beinhaltet die Wahrheit, dass sich in allem eine gemäßigte Hin- und Herbewegung zeigt, ein Aufwallen und Abfließen, ein Ausschlag nach vorne und nach hinten, eine Bewegung ähnlich wie die eines Pendels, etwas, das den Gezeiten, das Flut und Ebbe ähnelt. Diese Pendelbewegung vollzieht sich zwischen den beiden Polen, deren Existenz in dem eben erläuterten Polaritätsprinzip festgelegt ist.
Es gibt immer Aktion und Reaktion, Fortschritt und Rückschritt, einen Hoch- und einen Tiefpunkt. Das gilt für alle Bestandteile des Universums, die Sonnen und Welten, die Menschen und Tiere, den Geist, die Energie und die Materie. Dieses Gesetz zeigt sich in der Entstehung und im Untergang von Welten, im Fortschritt und Niedergang von Nationen, im Leben aller Kreaturen und schließlich in den Gefühlen des Menschen. Letzteres war für die Hermetiker der wichtigste Anwendungsbereich des Prinzips. Dieses Prinzip und das Prinzip der Polarität wurden zusammen mit den Methoden, wie diese unterlaufen und neutralisiert werden können, von den Hermetikern auf das Genaueste studiert. Ihre Verwendung ist grundlegend für die hermetische Alchemie zur Erforschung und Steuerung der Gefühle.
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| 6. Das Prinzip von Ursache und Wirkung [CAUSE EFFECT] |
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| „Jede Ursache hat ihre Wirkung; jede Wirkung hat ihre Ursache; alles geschieht gemäß dem Gesetz; Zufall ist nur ein Name für Unkenntnis des Gesetzes; es gibt verschiedene Kausalitätsebenen, doch alles folgt dem Gesetz.“ |
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Dieses Prinzip beinhaltet die Tatsache, dass es eine Ursache für jede Wirkung gibt und eine Wirkung zu jeder Ursache. Es erklärt: „Alles geschieht gemäß dem Gesetz.“ „Nichts geschieht ohne Grund.“ Außerdem beinhaltet es, dass der Zufall nicht existiert; und dass, da es verschiedene Ebenen von Ursache und Wirkung gibt, von denen die jeweils höhere Ebene die jeweils niedrigere Ebene bestimmt, nichts gänzlich dem Gesetz entgehen kann.
Die Hermetiker kennen aber, bis zu einem gewissen Punkt, die Kunst, sich über die gewöhnliche Kausalitätsebene zu erheben. Indem sie sich geistig auf eine höhere Ebene erheben, werden sie zur Ursache, statt der Wirkung unterworfen zu sein. Die gewöhnlichen Menschen lassen sich fügsam leiten, sie gehorchen allen Einflüssen, denen sie ausgesetzt sind, dem Willen und den Wünschen derjenigen, die mehr Macht besitzen als sie, ihren Erbanlagen, dem, was man sie glauben macht – und allen anderen äußeren Einflüssen, von denen sie gelenkt werden wie Bauern auf dem Schachbrett des Lebens. Die Weisen hingegen erheben sich auf die nächsthöhere Ebene und haben Macht über ihre Gefühle, ihren Charakter, ihre Eigenschaften und verborgenen Kräfte und auch über ihre Umgebung. Sie werden zu Weisen anstatt zu Bauern. Sie spielen selbst das Spiel des Lebens statt zum Spielball der anderen und der äußeren Einflüssen zu werden. Sie machen sich das Prinzip zunutze statt zu seinen Werkzeugen zu werden.
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| 7. Das Prinzip des Geschlechts [GENDER] |
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| „Alle Dinge besitzen ein Geschlecht; alles besitzt ein maskulines und ein feminines Prinzip; das Geschlecht manifestiert sich auf allen Ebenen.“ |
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Dieses Prinzip beinhaltet die Wahrheit, dass alles ein Geschlecht hat; Das maskuline und das feminine Prinzip sind ständig aktiv. Das gilt nicht nur für die körperliche, sondern auch für die geistige und sogar die spirituelle Ebene. Auf der körperlichen Ebene manifestiert sich das Prinzip in Form des Geschlechts, auf der höheren Ebene nimmt es höhere Formen an, doch es bleibt im Grunde immer dasselbe.
Ohne Geschlecht ist kein körperlicher, geistiger oder spiritueller Schöpfungsvorgang möglich. Seine Gesetze bringen Licht in viele Bereiche, in denen die Menschen bisher im Dunkeln tappten. Das Prinzip des Geschlechts ist dazu da, Neues zu schaffen und Altes zu regenerieren. Jede Sache und jedes Individuum enthält beide Elemente, das maskuline und das feminine, oder das große Prinzip selbst. Zu jedem maskulinen Element gehört ein feminines Element; das feminine Prinzip enthält immer das maskuline Prinzip.
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| Erste ins Französische übertragene Fassung |
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